Bürodesign und aktuelle Trends in der Arbeitswelt

In den letzten zwei Jahren hat die Arbeitswelt einen grundlegenden Wandel erfahren. War das Arbeiten von zu Hause früher die Ausnahme und fast nur Selbstständigen vorbehalten, so arbeiten heute etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice. Auch ist unsere mentale und körperliche Gesundheit durch die Pandemie in den Vordergrund gerückt. Was bedeuten diese Entwicklungen 2022 für die Arbeitswelt?

Bürodesign und der mobile Arbeitsplatz

Vor nicht allzu langer Zeit war es noch gang und gäbe, dass jede:r Mitarbeiter:in einen eigenen Arbeitsplatz hatte. Viele bevorzugen diese Weise zu arbeiten, weil sie ihren Arbeitsort persönlicher gestalten können. Typisch ist hier das sogenannte Zellenbüro, das aus Einzel- oder Doppelzimmern besteht, die von einem Mittelflur ausgehen.  Sie sind oft sehr beliebt, weil sie Mitarbeitern einen Rückzugsort bieten, machen die Kommunikation untereinander aber auch deutlich schwerer und aufwändiger. 

Viele moderne Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern flexible Arbeitsplätze zur Verfügung. Großraumbüros, bei denen viele Menschen in einem Raum zusammenarbeiten, sind sehr ökonomisch, weil sie Platz sparen, machen es aber oft schwer sich zu konzentrieren. In einer Studie von 2021 verschlechterten Großraumbüros die Stimmungslage der Probanden um 25 Prozent. Ankommende Telefonate oder Gespräche untereinander lenken ab und stören den Arbeitsfluss. In Pandemiezeiten ist diese Art von Büro aufgrund von Abstandsabständen oder der richtigen Belüftung besonders problematisch.

Wie sieht die Zukunft der Arbeitswelt aus?

Unübersehbar ist der Trend zum Homeoffice. Laut einer repräsentativen Umfrage bevorzugen nun vier von zehn Mitarbeitern einen festen Arbeitsplatz im Einzelbüro, jeder zehnte möchte sogar lieber von zu Hause arbeiten. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Personen im öffentlichen Dienst, in der freien Wirtschaft oder als Beamter tätig sind. Nur ein Prozent wünscht sich noch ein Großraumbüro mit 5 oder mehr Mitarbeitern in einem Raum. Dafür würden 12 Prozent der Befragten am liebsten für immer im Homeoffice arbeiten. Die Corona-Krise hat einen enormen Wandel im Arbeitsleben ausgelöst. Die Frage, wie die Arbeitsräume dann in Zukunft aussehen sollen, muss jede Firma individuell beantworten. Hier spielt die Meinung der eigenen Mitarbeiter und das derzeitige Bürodesign eine wichtige Rolle. Es lohnt sich, im Team zu besprechen, was machbar ist und gewünscht wird. Gibt es logistische Schwierigkeiten, wenn Mitarbeiter dauerhaft im Homeoffice arbeiten wollen? Wie können diese überwunden werden? Wie oft  wollen Mitarbeiter ins Büro kommen? Falls die Firma ein Großraumbüro hat, kann es unterteilt werden, vielleicht mit Mooswänden oder Paneelen? Wer diese Fragen gezielt angeht, wird auch eine Lösung finden, die den Mitarbeiter:innen gefällt.

Bürobegrünung für ein geschmackvolles Bürodesign

Bürobegrünung ist ebenfalls ein großes Thema. Pflanzen binden Schadstoffe und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Darüber hinaus fühlen wir uns in Räumen mit Pflanzen wohler. Eine bekannte Studie von BMW untermauerte diese subjektive Erfahrung: Dabei wurden auf 12 % eines 300 Quadratmeter großen Büros Pflanzen aufgestellt. Die Mitarbeiter fühlten sich entspannter und motivierter, und nahezu alle empfanden Lärm als weniger störend. Zwei norwegische Studien zeigten außerdem, dass Schreibtischpflanzen die Konzentration erhöhen. Ein Problem war jedoch, dass die Pflanzen viel teuren Büroplatz einnahmen, sodass BMW damals trotz der positiven Resultate der Studie die Pflanzen nicht beibehielt.

Moosbilder zur Bürobegrünung

Falls kein Raum für viel Grün vorhanden ist, sind Moosbilder eine gute Alternative. Sie sind natürlich, harmlos, brauchen wenig Pflege und passen zu jedem Bürostil.  Moosbilder lockern Arbeitsräume auf, und eine ganze Mooswand kann ein guter Gesprächsöffner in der Empfangshalle sein, wenn Kunden zu Besuch kommen. Wandpaneele mit Pflanzen sind ideal, um einzelne Bereiche voneinander abzugrenzen und mehr Ruhe in einen Raum zu bringen. Das ist gerade jetzt, wo viele Mitarbeiter sich erst wieder an die Arbeit in einem Großraumbüro gewöhnen müssen, besonders nützlich.

Büro und Gesundheit

Ein Arbeitsplatz sollte so ausgerichtet sein, dass er keine gesundheitlichen Schäden hervorruft. Zum gesundes Raumklima gehört eine gute Tageslichtbeleuchtung, die mittlerweile auch durch spezielle Lampen erreicht werden kann. Ergonomische Arbeitsplätze sind wichtig, um Haltungsschäden vorzubeugen. Die entsprechenden Bürostühle gibt es schon seit langem, aber erst kürzlich sind höhenverstellbare Tische dazugekommen. Sie ermöglichen es Mitarbeiter:innen, vom Sitzen ins Stehen zu wechseln und so typische Sitzbeschwerden zu vermeiden.

Langes Arbeiten am Schreibtisch sowie der Mangel an Bewegung hat bei einigen Menschen während der Lockdowns zu einer ungewünschten Gewichtszunahme geführt. Das ist ein Grund, warum Sportgeräte für zu Hause wie Mini-Laufbänder plötzlich so beliebt wurden. Sie können während des Arbeitens genutzt und danach unters Sofa geschoben werden. Die Verkaufszahlen  zeigen, dass dieser Trend uns wahrscheinlich noch länger erhalten bleibt.

Einige Firmen haben nun mehr Platz in ihren Büros, da viele Mitarbeiter weiterhin im Homeoffice arbeiten. Hier bietet es sich an, ein freies Zimmer zu einem Ruheraum umzugestalten, in das Angestellten sich in ihrer Pause zurückziehen können. Yogapausen sind sehr beliebt und können helfen, sich besser zu konzentrieren. Allgemein ist das Bürodesign inzwischen viel mehr auf die Bedürfnisse der Angestellten zugeschnitten. Die sogenannte „Employee Experience“ (Mitarbeitererfahrung) wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen.

Der Tipp für nachhaltiges Bürodesign: Korkplatten

Auch 2022 hat Umweltschutz für viele Firmen Priorität. Viele  haben bereits angefangen, ihr Unternehmen umweltfreundlicher zu gestalten. So sind Elektroautos als Firmenfahrzeuge und Kaffee ohne Nespresso-Kapseln immer öfter anzutreffen. Statt nicht mehr genutzte Büromöbel wegzuwerfen, zum Beispiel wenn ein Umzug ansteht, spenden viele Unternehmen ihre Möbel an karitative Einrichtungen. Das schont Ressourcen.

Der Trend zum nachhaltigen Leben wirkt sich auch auf die Bürogestaltung aus. Naturmaterialien schaffen eine Verbindung zur Außenwelt und wirken sich wohltuend auf die Arbeitsatmosphäre aus. Die Möglichkeiten, solche Materialien ins Bürodesign zu integrieren, sind vielfältig. Korkplatten sind besonders gut für Allergiker geeignet und schallabsorbierend, ideal, um eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Kork ist in vielen Varianten erhältlich und sehr langlebig.

Falls Sie überlegen, Ihr Büro umweltfreundlicher zu gestalten, ist ein Gespräch darüber mit den Mitarbeitern ein guter Anfang. Gerne können Sie mit uns Kontakt aufnehmen und sich über die verschiedenen Möglichkeiten beraten lassen.